{"id":16537,"date":"2020-07-03T14:06:40","date_gmt":"2020-07-03T12:06:40","guid":{"rendered":"https:\/\/vdegallo.com\/?post_type=product&#038;p=16537"},"modified":"2025-05-06T15:50:52","modified_gmt":"2025-05-06T13:50:52","slug":"antonin-dvorak-string-quartet-no-11-in-c-major-op-61-string-quartet-no-13-in-g-major-op-106-2","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/produit\/antonin-dvorak-string-quartet-no-11-in-c-major-op-61-string-quartet-no-13-in-g-major-op-106-2\/","title":{"rendered":"ANTONIN DVORAK : STRING QUARTET NO. 11 IN C MAJOR, OP. 61 \u2013 STRING QUARTET NO. 13 IN G MAJOR, OP. 106"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anton\u00edn DVORAK :<\/strong> String Quartet No. 11 in C Major, Op. 61, B. 121 &#8211; String Quartet No. 13 in G Major, Op. 106, B. 192<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.quatuorsinenomine.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quatuor Sine Nomine<\/a> : Patrick Genet<\/strong>,<strong> Fran\u00e7ois Gottraux<\/strong>, Violinen \u2013 <strong>Nicolas Pache<\/strong>, Viola \u2013 <strong>Marc Jaermann<\/strong>, Cello.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vdegallo.com\/livret-vel1517\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Booklet VEL 1517.pdf<\/a><\/p>\n<p>Im Gesamtwerk Dvo\u0159\u00e1ks nimmt die Kammer musik einen ebenso bedeutenden wie andau ernden Platz ein. Ohne weitere Ausbildung als die, die ihm vom Dorfschulmeister in Zlonice erteilt worden war, erarbeitete sich der ehe malige Metzgerlehrling seine erste Erkennung als Komponist mit der Komposition eines <em>Quintetts in a-moll, Op. 1<\/em>, und unmittelbar danach derjenigen eines <em>Quartetts in A-Dur<\/em>. Diese zwei Werke stammen beide aus den Jahren 1861 und 1862. Dvo\u0159\u00e1k war damals zwanzig Jahre alt.<\/p>\n<p>Seine Kammermusik folgt dann denselben Entwicklungszyklen wie seine symphonische Musik : eine erste Periode entspricht der Suche nach einem eigenen Stil, dann werden der slawische und der amerikanische Einfluss sp\u00fcrbar, und zuletzt nimmt der Bezug auf die verehrte Heimat wieder \u00fcberhand.<\/p>\n<p>Antonin Dvo\u0159\u00e1k hinterl\u00e4sst einen umfang reichen Katalog von Kammermusik : vierzehn Streichquartette (die nicht publizierten Jugendwerke inbegriffen), ein Streichsextett, zwei Quartette mit Klavier, vier Trios mit Klavier und mehrere Sonaten f\u00fcr Violine und Cello. Dvo\u0159\u00e1ks Kammermusik ist derart reichhaltig und dicht, dass sie am ehesten mit den Werken eines Schumann oder Brahms vergleichbar ist. Seinen mit einem Untertitel versehenen Werken wie der Symphonie Aus der Neuen Welt, dem Dumky-Trio oder dem Amerikanischen Quartett ist ein grosser Teil seiner Beliebtheit zu verdanken.<\/p>\n<p>Aber sie haben dabei andere Werke dieses grossen tschechischen Komponisten in den Schatten gestellt. Die vorliegende Aufnahme bringt einen gl\u00e4nzenden Beweis f\u00fcr das einfache, aufrichtige und r\u00fchrende Genie Dvo\u0159\u00e1ks.<\/p>\n<p>Das <em>Quartett in C-Dur, Op. 61<\/em>, aus dem Jahre 1881, war ein Auftrag eines Geigers am Wiener Hof und wurde unter Zeitnot in genau einem Monat komponiert. In seiner Eile nimmt Dvo\u0159\u00e1k Monate zuvor niedergeschriebene thematische Ideen wieder auf, um sie ins Gef\u00fcge des neuen Werkes einzuflechten. Nicht nur hindert uns diese Anekdote keineswegs am Verst\u00e4ndnis dieses Werkes, sondern zeigt uns vielmehr die ausserordentlichen technischen Fertigkeiten des Komponisten.<\/p>\n<p>In diesem vollkommenen Quartett ist der Einfluss der volkst\u00fcmlichen Musik gering, aber die generelle Struktur l\u00e4sst einige Z\u00fcge beethoven\u2019scher Pr\u00e4gung durchschimmern. Der langsame Satz ist eine meisterhafte Meditation mit melancholischer Lyrik, welcher ein ausgelassenes und rhythmisches Scherzo folgt. Das Finale ist ohne Zweifel der ausgearbeitetste Satz : einer kurzen, langsamen Einleitung folgt ein wirbelartiger <em>Skocna (Hopser)<\/em>, der wiederum von einem dem Komponisten so wichtigen slawischen Thema unterbrochen wird.<\/p>\n<p>Das <em>Quartett in G-Dur, Op. 106<\/em> verk\u00f6rpert, zusammen mit seinem j\u00fcngeren Bruder in a-moll, Op. 105 den H\u00f6hepunkt und das Ende der Kammermusik-Kompositionen Dvo\u0159\u00e1ks. Wie er nach drei mehr oder weniger gl\u00fccklichen Jahren in Amerika in die Heimat zur\u00fcckkehrt, komponiert er sogleich diese zwei Streichquartette, deren Numerierung \u00fcbrigens tr\u00fcgerisch ist, denn das Op. 106 kam vor dem Op. 105 zustande.<\/p>\n<p>Dvo\u0159\u00e1k vertraut dem n\u00fcchternen Streichquartett seine Freude an und ben\u00fctzt dabei noch einige Erinnerungen aus Amerika im Scherzo und im Finale, die jedoch in einer vorwiegend slawischen Atmosph\u00e4re untertauchen. Otakar Sourek, Dvo\u0159\u00e1ks Biograph, bemerkt auch : \u00ab Der Kern des Quartetts in G-Dur ist in den ersten S\u00e4tzen enthalten : der erste, voller freudigem L\u00e4cheln und warmherziger Echtheit, ist durch die Originalit\u00e4t der darin enthaltenen Ideen sowie durch die K\u00fchnheit seiner grossartigen Struktur bemerkenswert ; der zweite, Adagio, ist von hymnischem Schwung, berauschender Sch\u00f6nheit, seltener Tiefgr\u00fcndigkeit und kr\u00e4ftiger Struktur gekennzeichnet \u00bb. Dieses Quartett spiegelt den grossen Enthusiasmus des Komponisten meisterhaft wieder, der nach drei Jahren amerikanischen \u00ab Exils \u00bb so gl\u00fccklich ist, den Boden der Heimat wieder zu betreten. Dvo\u0159\u00e1k ist damals vierundf\u00fcnfzig Jahre alt. Neun weitere wird er noch leben, aber die \u00dcberschwenglichkeit, die in den zwei letzten Quartetten zum Ausdruck kommt, bildet auch den Markstein f\u00fcr das Ende dieser eigenartigen Produktion, f\u00fcr die er so manche grossartige Werke komponierte. Von nun an wird er sich der programmatischen Musik und der Oper, seinem Traum seit jeher, widmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Fran\u00e7ois Hudry<\/em><br \/>\n<em>\u00dcbers. Michel Grandjean<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Extraits \/ Excerpts<\/strong><\/p>\n[playlist images=\"false\" ids=\"16534,16527,16529,16535,16531,16530,16533,16532\"]\n","protected":false},"featured_media":28532,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false},"product_brand":[],"product_cat":[5307,5262,5266],"product_tag":[],"class_list":["post-16537","product","type-product","status-publish","has-post-thumbnail","vde_composers-dvorak-antonin_de","vde_interprets-genet-patrick_de","vde_interprets-gottraux-francois_de","vde_interprets-jaermann-marc_de","vde_interprets-pache-nicolas_de","vde_interprets-sine-nomine-quatuor_de","product_cat-cascavelle-de","product_cat-quartetten","product_cat-streichorchester","first","instock","taxable","shipping-taxable","purchasable","product-type-simple"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/16537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16537"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=16537"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=16537"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=16537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}