{"id":16543,"date":"2020-07-03T15:08:49","date_gmt":"2020-07-03T13:08:49","guid":{"rendered":"https:\/\/vdegallo.com\/?post_type=product&#038;p=16543"},"modified":"2025-05-06T15:50:51","modified_gmt":"2025-05-06T13:50:51","slug":"antonin-dvorak-piano-quintet-no-2-in-a-major-op-81-string-quintet-no-2-in-g-major-op-77-2","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/produit\/antonin-dvorak-piano-quintet-no-2-in-a-major-op-81-string-quintet-no-2-in-g-major-op-77-2\/","title":{"rendered":"ANTONIN DVORAK : PIANO QUINTET NO. 2 IN A MAJOR, OP. 81 \u2013 STRING QUINTET NO. 2 IN G MAJOR, OP. 77"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anton\u00edn DVORAK :<\/strong> Piano Quintet No. 2 in A Major, Op. 81, B. 155 &#8211; String Quintet No. 2 in G Major, Op. 77, B. 49<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.quatuorsinenomine.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Quatuor Sine Nomine<\/a> : Patrick Genet<\/strong>, <strong>Fran\u00e7ois Gottraux<\/strong>, Violinen \u2013 <strong>Nicolas Pache<\/strong>, Viola \u2013 <strong>Marc Jaermann<\/strong>, Cello.<br \/>\n<strong>Philippe Dinkel<\/strong>, Klavier \u2013 <strong>Vincent Pasquier<\/strong>, Kontrabass.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vdegallo.com\/livret-vel1518\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Booklet VEL 1518.pdf<\/a><\/p>\n<p>Dvo\u0159\u00e1ks Kammermusik ist in ihrer Bedeutung und in ihrem Ausmass der jenigen Johannes Brahms, seines Protektors, vergleichbar : zahlreiche, oft grosse Werke begleiten regelm\u00e4ssig den Weg beider komponisten und bieten dem H\u00f6rer intime klangbilder, subtil, delikat und bis zu gleichsam symphonischer St\u00e4rke.<\/p>\n<p>Bedeutende Werke f\u00fcr zwei Instrumente fehlen bei Dvo\u0159\u00e1k fast g\u00e4nzlich (ausgenommen, insbesondere, die ber\u00fchmte Sonatine f\u00fcr violine und klavier, sowie verschiedene Bearbeitungen und einige, zum sofortigen orchestrieren bestimmte St\u00fccke), die kammermusik ohne klavier nimmt dagegen einen relativ grossen Platz ein \u2013 besonders die vierzehn Streichquartette. Anderseits scheint Brahms\u2019 doppelter Einfluss durch Beethoven und Schubert bei dem tschechischen komponisten zugunsten Schuberts zu neigen : die Themen der klassischen Formen werden weniger oft ihrer Architektur als ihres lyrischen Charmes wegen verwendet, der oft von slawischen folkloristischen Elementen gef\u00e4rbt ist.<\/p>\n<p>Das <em>Klavierquintett in A-Dur, op.81<\/em> ist ein sehr reifes Werk, das mit einem ersten Jugendversuch kontrastiert. Es entstand 1887, als Dvo\u0159\u00e1k 46 Jahre alt war, gleichzeitig mit seinen ersten grossen internationalen Erfolgen in \u00d6sterreich, Deutschland und Grossbritannien mit symphonischer und religi\u00f6ser Musik. Der erste Satz beginnt mit einer langen, tr\u00e4umerischen Phrase des Cellos, die vom klavier begleitet wird. Ein kr\u00e4ftiges Tutti verst\u00e4rkt diese anf\u00e4nglichen Elemente, bevor sie von klavier und Geige ihrerseits verwendet werden. Eine \u00dcberleitung f\u00fchrt, nach anf\u00e4nglichem Z\u00f6gern, zur Durchf\u00fchrung, die ein energisches Gegenspiel zwischen klavier und Streichern bringt. Der tr\u00e4umerische Ton des ersten Themas macht einer triumphalen Reprise Platz, die durch eine dichte und jubilierende koda verl\u00e4ngert wird.<\/p>\n<p>Die Dumka des zweiten Satzes ist in eine sehr aufgegliederte Form gebettet, sie enth\u00e4lt viele textgetreue Wiederholungen und gibt Dvo\u0159\u00e1k die Gelegenheit zu raschen kontrasten. Das anf\u00e4ngliche klaviermotiv geht sofort in ein melancholisches Doppelthema zwischen Bratsche und klavier \u00fcber. Es steht einer zarten Passage in Dur gegen\u00fcber. Dem zentralen Abschnitt, symmetrischer Drehpunkt des ganzen St\u00fcckes, folgt ein wildes \u201cFuriant\u201d, dasjenige des dritten Satzes vorwegnehmend, w\u00e4hrend die koda, dunkel und verh\u00e4ngnisvoll, unerbittlich in die Tiefe steigt.<\/p>\n<p>Der dritte und vierte Satz beinhalten mehr Elemente Beethovens als die beiden ersten, wie der Rhythmus der Gigue zu Beginn der 7. Symphonie (ebenfalls in A-Dur) im \u201cFuriant\u201d und der punktierte Rhythmus des ersten Satzes des 5. klavierkonzerts im Finale. Ein ausgelassenes Scherzo kontrastiert mit einem Trio voller abenteuerlicher Modulationen und mit Harmoniumskl\u00e4ngen, die an die \u201cBagatellen\u201d von 1878 erinnern.<\/p>\n<p>Der letzte Satz entspricht dem ersten durch die Weite seiner Architektur (eine Rondo-Sonate mit zentralem Fugato), durch die feinen thematischen Zitationen sowie durch die vielfalt seiner Textur und seiner instrumentalen klangfarben ; er bewegt sich zwischen Tanz und Lyrik, um schliesslich in einer brillianten koda zu kulminieren.<\/p>\n<p>Das <em>Streichquintett in G-Dur, op.77<\/em> entstand 1875. Der 34-j\u00e4hrige Dvo\u0159\u00e1k erlebt seinen ersten grossen Erfolg mit der patriotischen kantate \u201cDie Erben des weissen Berges\u201d (1873, im Jahr seiner Hochzeit) ; 1874 erh\u00e4lt er zum ersten Mal ein Stipendium vom \u00f6sterreichischen Staat ; Namen wie Johannes Brahms und Eduard Hanslick stehen in der Pr\u00fcfungskommission. Bald wird Simrock sein verleger und sein beginnendes internationales Bekanntwerden erlaubt es ihm, etwas weniger zu unterrichten (das Quintett wird aber erst 1888 in einer revidierten Fassung in Berlin uraufgef\u00fchrt). Die verwendung des kontrabasses ist in der Geschichte des Streichquintetts ungew\u00f6hnlich. Meistens dominieren in dieser Formation zwei violinen, zwei Bratschen und ein Cello (dies ist bei den Streichquintetten Mozarts und Brahms sowie dem op. 97 Dvo\u0159\u00e1ks der Fall, Schuberts Quintett mit zwei Cellos bildet ebenfalls eine Ausnahme). Die st\u00fctzende Rolle des kontrabasses erlaubt dem Cello wiederholte lyrische Aufstiege, w\u00e4hrend die kraft der B\u00e4sse fast symphonische Effekte erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Philippe Dinkel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Extraits \/ Excerpts<\/strong><\/p>\n[playlist images=\"false\" ids=\"16549,16546,16548,16550,16552,16551,16544,16547\"]\n","protected":false},"featured_media":28556,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false},"product_brand":[],"product_cat":[5307,5258,5251,5260],"product_tag":[],"class_list":["post-16543","product","type-product","status-publish","has-post-thumbnail","vde_composers-dvorak-antonin_de","vde_interprets-dinkel-philippe_de","vde_interprets-genet-patrick_de","vde_interprets-gottraux-francois_de","vde_interprets-jaermann-marc_de","vde_interprets-pache-nicolas_de","vde_interprets-pasquier-vincent_de","vde_interprets-sine-nomine-quatuor_de","product_cat-cascavelle-de","product_cat-kammermusik","product_cat-kleine-ensembles","product_cat-kleine-streicher-ensembles","first","instock","taxable","shipping-taxable","purchasable","product-type-simple"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/16543","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16543"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16543"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=16543"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=16543"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=16543"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}