{"id":37585,"date":"2016-10-24T19:30:30","date_gmt":"2023-04-26T23:25:37","guid":{"rendered":"https:\/\/vdegallo.com\/?post_type=product&#038;p=37585"},"modified":"2025-05-06T15:55:58","modified_gmt":"2025-05-06T13:55:58","slug":"johann-sebastian-bach-transcriptions-for-harpsichord-dorota-cybulska-amsler-clavecin-2","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/produit\/johann-sebastian-bach-transcriptions-for-harpsichord-dorota-cybulska-amsler-clavecin-2\/","title":{"rendered":"Johann Sebastian Bach: Transcriptions for Harpsichord &#8211; Dorota Cybulska-Amsler, Cembalo"},"content":{"rendered":"<p><strong>Johann Sebastian BACH:<\/strong> Keyboard Sonata in D Minor, BWV 964 &#8211; Prelude, Fugue and Allegro in E-Flat Major, BWV 998 &#8211; Suite in E Minor, BWV 996 &#8211; Sonata in A Minor, BWV 965 &#8211; Concerto in B Minor, BWV 979.<\/p>\n<p><strong>Dorota Cybulska-Amsler<\/strong>, Cembalo.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>J.S. BACH: TRANSCRIPTIONEN F\u00dcR CEMBALO<\/b><\/p>\n<p>Die Praxis der Transkription in ihren vielf\u00e4ltigen Erscheinungsformen ist ein wichtiges Kapitel der Musikgeschichte. In dieser Hinsicht bietet die Literatur f\u00fcr Klaviatur ein reiches &#8220;Arrangement&#8221;-Angebot, angefangen von den Tabulaturen des 16. Jahrhunderts bis zu Liszts Klavierarrangements der Beethovensymphonien. Traditionsgem\u00e4\u00df bezeichnet man Liszt als Erfinder des Begriffs &#8220;Transkription&#8221;, wie man ihn heute versteht; er definiert ein St\u00fcck, das f\u00fcr andere Besetzung umgeschrieben wurde als f\u00fcr die anf\u00e4nglich daf\u00fcr vorgesehene.<\/p>\n<p>Die Cembalo-Literatur ist reich an Beispielen dieser Praxis. Man findet darin nicht nur Kammermusik, die f\u00fcr Cembalo arrangiert wurde (z.B. die &#8220;Pi\u00e8ces de clavecin en concert&#8221; von Rameau oder die Fassung der &#8220;pages orchestrales&#8221; von Lully durch Anglebert), sondern auch Werke, die f\u00fcr Cembalo geschrieben wurden und die man, mit dem Einverst\u00e4ndnis ihrer Komponisten, f\u00fcr Melodiestimme mit Cembalobegleitung umwandelte (z.B. bestimmte St\u00fccke von Couperin).<\/p>\n<p>Transkriptionen machen einen nicht unwichtigen Teil des Werkes Johann Sebastian Bachs aus. Mindestens 16 Cembalokonzerte und 5 Orgelkonzerte ausl\u00e4ndischer Meister schrieb er um. Dazu kommen seine eigenen Transkriptionen f\u00fcr Cembalo, sowie diejenigen anderer Komponisten, wie Albinoni, Corelli, Vivaldi, Reinken u.s.w. Au\u00dferdem darf man die zahllosen Verwendungen von Fragmenten eines Werkes in anderen nicht vergessen; daf\u00fcr benutzte man verschiedene Techniken: einfache Transkription, Auslassung oder Hinzuf\u00fcgung von verschiedenen Teilen, Tonartwechsel, Neufassung eines Werkes auf der Basis schon existierenden Materials.<\/p>\n<p><b>Die d-moll Sonate (BWV 964)<\/b> ist ein Arrangement der a-moll Sonate f\u00fcr Solovioline (BWV 1003). Sie wird durch ein Einzelmanuskript belegt, das man in einem Sto\u00df von Bachs Werken fand, die sein Sch\u00fcler Altnickol kopierte. Den Titel des St\u00fcckes &#8220;Sonata \/ per il \/ Cembalo solo \/ del Sgr. J.S. Bach&#8221; schrieb aber nicht Altnickol, sondern J.G. M\u00fcthel.[show_more more=&#8221;mehr anzeigen&#8221; less=&#8221;weniger anzeigen&#8221;]<\/p>\n<p>Johann Gottfried M\u00fcthel, Organist in Riga, ging im Jahre 1750 nach Leipzig, um sich beim Kantor fortzubilden. Nach dessen Tode wohnte er bei Altnickol in Naumburg. M\u00fcthel w\u00e4re demnach in den Besitz der Partitur gelangt, die eigentlich Altnickol geh\u00f6rte. Dieser Besitzerwechsel erschwert es, mit Sicherheit zu sagen, ob Altnickol das Werk und sein Arrangement von Bach nur kopiert hat, oder ob er selbst der Autor ist.<\/p>\n<p>Man besitzt jedoch urschriftliche Transkriptionen von Violinwerken, die f\u00fcr andere Instrumente geschrieben wurden. Bach hat zum Beispiel die 3. Partita in E-Dur (BWV 1006) f\u00fcr ein Klaviaturinstrument ohne besondere Bezeichnung adaptiert (BWV 1006a) und die Fuge der 1. g-moll Sonate (BWV 1001) f\u00fcr Laute (BWV 1000) und Orgel (BWV 539). Au\u00dferdem erz\u00e4hlt J.F. Agricola im Jahre 1775, &#8220;dass sein Meister Bach die Violinsonaten oft auf dem &#8216;Clavicorde&#8217; spielte und so viele Harmonien dazuf\u00fcgte wie er es f\u00fcr n\u00f6tig fand.&#8221;<\/p>\n<p><b>Preludium, Fuge und Allegro (BWV 998)<\/b>. Der autographische Titel gibt &#8220;F\u00fcr Laute und Cembalo&#8221; an. Ist die Datierung der Jahre 1740-1745 richtig, was in Frage gestellt wurde, w\u00e4re dieses Werk eine der letzten Kompositionen Bachs f\u00fcr Laute. Die Fuge geh\u00f6rt zu den zahlreichen Fassungen des Chorals &#8220;Vom Himmel hoch, da komm ich her&#8221; aus Bachs Nachlass.<\/p>\n<p><b>E-moll Suite (BWV 996)<\/b>. Von dieser Suite existieren mehrere Originalkopien (in h- oder e-moll), wovon die wichtigste, zu Lebzeiten Bachs datierte, von J.G. Walther stammt. Dieses Manuskript hat den Titel &#8220;Praeludio con la suite da Giov. Bast. Bach aufs Lauten Werk&#8221;, was vermuten l\u00e4sst, dass die Suite nicht der Laute, sondern dem &#8220;Lautenclavicymbel&#8221;, dem Lauten-Cembalo, bestimmt war. Man besitzt kein Original, nicht einmal ein ikonographisches Dokument dieses eigenartigen Instruments, von dem aber zwei Exemplare im Besitzverzeichnis Bachs angef\u00fchrt sind, das nach seinem Tode ausgestellt wurde. Der ber\u00fchmte Musikwissenschaftler J. Adlung erz\u00e4hlt, dass er im Jahre 1740 Gelegenheit hatte, eines dieser Instrumente zu h\u00f6ren, das von Zacharias Hildebrant nach Bachs Ratschl\u00e4gen gebaut wurde.<\/p>\n<p><b>Die a-moll Sonate nach Reincken (BWV 965)<\/b> ist ein Arrangement der 1. Sonate vom &#8220;Hortus musicus \/ recentibus alique fosculis \/ Sonaten \/ allemanden \/ couranten \/ sarabanden \/ et giguen \/ cum 2 violin, viola et basso continuo&#8221; (Hamburg 1687) von J.A. Reincken.<\/p>\n<p>Johann Adam Reincken (1623-1722) war der ber\u00fchmte Organist der Katharinenkirche von Hamburg, und Bach, aus L\u00fcneburg zu Besuch in Hamburg, hatte ihn mehrere Male geh\u00f6rt. Um das Jahr 1722 reiste Bach nach Hamburg und spielte vor einem Kreis angesehener Personen. Nachdem Reinken, fast hundertj\u00e4hrig, seinen Gast eine halbe Stunde lang \u00fcber den Choral &#8220;An Wasserfl\u00fcssen Babylons&#8221; improvisieren geh\u00f6rt hatte, machte er ihm folgendes Kompliment: &#8220;Ich glaubte, diese Kunst sei tot, doch ich sehe, dass sie mit Ihnen weiterlebt.&#8221;<\/p>\n<p>Reincken steht auf der von Forkel zitierten Liste der Meister, die Bach mit gro\u00dfer Aufmerksamkeit studierte. Man kann deshalb sagen, dass die Transkription der zwei Sonaten von Reincken eine Art Huldigung Bachs f\u00fcr den alten Meister ist.<\/p>\n<p>Die Sonaten von Reincken sind nach dem Schema Adagio &#8211; Allegro &#8211; Adagio &#8211; Allegro mit nachfolgenden T\u00e4nzen konstruiert. Im vorliegenden Fall, und besonders in der Fuge des zweiten Satzes, reflektiert der Begriff Transkription nur mangelhaft die Arbeit des Kantors. Bach schreibt das St\u00fcck quasi neu, indem er das thematische Originalmaterial verwendet, Kombinationen des Themas mit entwickelten Gegenthemen hinzuf\u00fcgt und so die eigentlichen Grenzen des Werkes um vieles erweitert und bereichert. Die Fuge zum Beispiel, z\u00e4hlt bei Reincken 50 Takte, bei Bach aber 85; die Gigue bei Reincken 39 Takte und 50 bei Bach. Schlie\u00dflich f\u00fchrt Bach die &#8220;Divertissements&#8221; (Zwischenspiele) und eine vierte Stimme in die Gigue ein, so dass es nicht \u00fcbertrieben ist zu behaupten, Bach h\u00e4tte die musikalische Qualit\u00e4t des Originals verbessert.<\/p>\n<p><b>Das h-moll Konzert f\u00fcr Cembalo (BWV 979)<\/b> ist ein Arrangement eines Violinkonzertes von Torelli (nach einem Wiener Manuskript) oder von Vivaldi (nach dem Manuskript von Lund). Das Manuskript des Arrangements hat den Titel &#8220;XII concerto di Vivaldi elaborati di J.S. Bach&#8221;. Die klassische These will, dass Bach sich f\u00fcr die Werke Vivaldis interessierte, um sich mit der konzertierenden Form vertraut zu machen; deshalb reduzieren sich diese Transkriptionen zu stilistische \u00dcbungen. Neuere Nachforschungen haben jedoch ergeben, dass diese Arrangements wahrscheinlich vom jungen Herzog Hans Ernst von Sachsen-Weimar, ein hervorragender Cembalospieler, bei Bach in Auftrag gegeben worden waren.<\/p>\n<p>[\/show_more]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Extraits \/ Excerpts<\/strong><\/p>\n[playlist images=\"false\" ids=\"37563,37575,37578,37566,37572,37569,37581,37560,37551,37557,37548,37554,37545,37542,37536,37539,37533,37524,37527,37515,37521,37518,37530,37512,37509,37500,37506,37503\"]\n","protected":false},"featured_media":37499,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false},"product_brand":[],"product_cat":[5307,5236],"product_tag":[],"class_list":["post-37585","product","type-product","status-publish","has-post-thumbnail","vde_composers-bach-johann-sebastian_de","vde_interprets-cybulska-amsler-dorota-de","product_cat-cascavelle-de","product_cat-cembalo","first","outofstock","taxable","shipping-taxable","purchasable","product-type-simple"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/37585","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37585"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/37499"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37585"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=37585"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=37585"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=37585"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}