{"id":42406,"date":"2010-01-07T14:55:03","date_gmt":"2024-10-09T08:29:11","guid":{"rendered":"https:\/\/vdegallo.com\/?post_type=product&#038;p=42406"},"modified":"2024-10-09T10:29:12","modified_gmt":"2024-10-09T08:29:12","slug":"mendelssohn-variations-concertantes-cello-sonata-no-1-no-2-lied-ohne-worte-rolf-looser-brigitte-meyer-2","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/produit\/mendelssohn-variations-concertantes-cello-sonata-no-1-no-2-lied-ohne-worte-rolf-looser-brigitte-meyer-2\/","title":{"rendered":"Mendelssohn: Variations concertantes &#8211; Cello Sonata No. 1 &#038; No. 2 &#8211; Lied ohne Worte &#8211; Rolf Looser &#8211; Brigitte Meyer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Felix MENDELSSOHN :<\/strong> Variations concertantes, Op. 17, MWV Q19: I. Thema &#8211; II. Variation I &#8211; III. Variation II &#8211; IV. Pi\u00f9 vivace Variation &#8211; V. Allegro con fuoco Variation &#8211; VI. L&#8217;istesso tempo Variation I &#8211; VII. L&#8217;istesso tempo Variation II &#8211; VIII. Presto ed agitato Variation &#8211; IX. Tempo I. Coda. Pi\u00f9 animato &#8211; Cello Sonata No. 1, in B-Flat Major, Op, 45, MWV Q27: I. Allegro vivace &#8211; II. Andante &#8211; III. Allegro assai &#8211; Cello Sonata No. 2 in D Major, Op. 58, MWV Q32: I. Allegro assai vivace &#8211; II. Allegro scherzando &#8211; III. Adagio &#8211; IV. Molto Allegro e vivace &#8211; Lied ohne Worte, Op. 109, MWV Q34<\/p>\n<p><strong>Rolf Looser,<\/strong> Cello<br \/>\n<strong>Brigitte Meyer,<\/strong> Klavier<\/p>\n<hr \/>\n<p>Man muss mit gewissen Vorurteilen Mendelssohn gegen\u00fcber aufr\u00e4umen. Seine Musik, so h\u00f6rt man, sei der unmittelbare Ausdruck eines gl\u00fccklichen, wohlhabenden, problemlosen Lebens. Nun war aber diese Existenz nur dem Schein nach gl\u00fccklich, und wenn Mendelssohn zur Romantik z\u00e4hlt, hindert das nicht, dass er sich zum klassischen Vorbild bekannte.<\/p>\n<p>Ein gl\u00fcckliches Leben eines gewandten, nicht nur musikalisch, sondern auch f\u00fcr die Malerei und Philosophie begabten deutschen Juden \u2013 solches inspiriert kaum die Biographen. Aber es ist bestimmt \u00fcbertrieben zu sagen, das Leben Mendelssohns sei wolkenlos gewesen. Dieser \u00dcberempfindliche machte schwere Krisen durch, wovon die letzte, der Tod seiner Schwester im Jahre 1847, ihm das Leben kosten sollte: dabei war er seit zehn Jahren mit der Tochter eines Neuenburger Pfarrers, C\u00e9cile Jeanrenaud, verheiratet, hatte vier Kinder, unterhielt eine enge Beziehung zur S\u00e4ngerin Jenny Lind&#8230; welch ein Geheimnis birgt wohl diese t\u00f6dliche Verzweiflung? Auch k\u00f6rperlich war er ein Gepr\u00fcfter: langw\u00e4hrende Kniel\u00e4hmung, Cholera&#8230; Schlie\u00dflich war auch seine Karriere nicht nur eine Reihe von Erfolgen: seine einzige Oper, <em>Die Hochzeit der Camacho<\/em>, war ein Misserfolg; auch f\u00fchlte er sich gedem\u00fctigt, nicht Nachfolger seines Lehrers Zelter an der Berliner Singakademie werden zu k\u00f6nnen. Er durchlief depressive Perioden, die zwangsl\u00e4ufig einer intensiven Aktivit\u00e4t folgten.<\/p>\n<p>Falls man in seinem Dasein nur Reisen, Empf\u00e4nge, Spazierritte, Salonkonzerte, Feste, Hausmusik, Huldigungen und liebensw\u00fcrdige Konversationen sieht, so vergisst man die Tatkraft, die er als Dirigent, Pianist, Komponist und als Organisator bewies. Er machte aus Leipzig das musikalische Zentrum Europas, er k\u00e4mpfte f\u00fcr eine angemessene Entl\u00f6hnung der Musiker des Gewandhaus-Orchesters, er dirigierte zahlreiche neue Werke; so leitete er unter anderem die ruhmvolle erste Wiederauff\u00fchrung der <em>Matth\u00e4us-Passion<\/em> von Bach, die Urauff\u00fchrung der <em>Neunten Symphonie<\/em> von Schubert, die \u00fcberall sonst als unspielbar galt \u2013 und er schrieb, die unver\u00f6ffentlichten Werke nicht gez\u00e4hlt, 121 Opus, obwohl er nur zwei Jahre l\u00e4nger lebte als Mozart.<\/p>\n<p>Mendelssohn bekannte sich weiterhin zu einem klassischen Ideal, gegen die Ansichten der \u00abZukunftsmusiker\u00bb wie Liszt und Wagner, von denen er sagte: \u00abDie Musik muss sich nach ihrer Meinung den Bed\u00fcrfnissen des Fortschrittes gem\u00e4\u00df auf die H\u00f6he einer Wissenschaft begeben, muss die Personen und Ereignisse psychologisch darstellen. F\u00fcr mich hat ein Musiker nicht reine Ideen auszudr\u00fccken, sondern er soll in harmonischer Weise T\u00f6ne zusammenstellen: man fordere nicht das von der Musik, was B\u00fccher liefern.\u00bb Man hat ihm eine solch \u00abb\u00fcrgerliche\u00bb Einstellung in den wagnerianischen Kreisen, die w\u00e4hrend fast eines Jahrhunderts tonangebend waren, \u00fcbelgenommen. Heute denkt man, dass Mendelssohn die moderne, respektvolle Haltung gegen\u00fcber der Musik \u00e4lterer gro\u00dfer Meister vorwegnahm; ohne sie nachzuahmen, hat Mendelssohn Bach, H\u00e4ndel, Haydn und Mozart wieder zu Ehren gebracht, und das in einer Zeit, in der Hummel als klassisch galt. Man kann diesem Feind jeglichen Systems nur Ehrerbietung bezeugen, der von sich behauptete: \u00abIch betreibe die Musik gerne ernsthaft. Ich glaube, es steht mir nicht zu, irgendetwas zu komponieren, ohne von meinem Thema v\u00f6llig durchdrungen zu sein. Es scheint mir, das w\u00e4re eine Art L\u00fcge.\u00bb Wagner selbst nannte ihn den \u00abgr\u00f6\u00dften spezifischen Musiker seit Mozart\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Erste Gesamtaufnahme<\/strong><\/p>\n<p>Im Werk von Mendelssohn sind die Kompositionen f\u00fcr Violoncello und Klavier besonders vernachl\u00e4ssigt worden; die vorliegende Gesamtaufnahme ist denn auch die erste \u00fcberhaupt. Sie f\u00fcllt eine schwerwiegende L\u00fccke, denn es handelt sich hier ohne allen Zweifel um Meisterwerke, ja sogar um einen H\u00f6hepunkt im ganzen Cello-Repertoire. Diese Sammlung hebt \u00fcberdies die Entwicklung Mendelssohns vom ausgehenden J\u00fcnglingsalter bis zur Reife besonders hervor. Es ist erfreulich, dass diese erste Schallplatten-Gesamtaufnahme aus der Schweiz kommt, dem von Mendelssohn bevorzugten Land.<\/p>\n<p>Die acht <em>Variations concertantes<\/em> schrieb Mendelssohn 1828 f\u00fcr seinen j\u00fcngeren Bruder Paul, der Cello spielte. Es ist eine zutiefst deutsche Musik, die das ganze Temperament des Komponisten der <em>Ouvert\u00fcre zum Sommernachtstraum<\/em> offenbart. Dem Cello kommt durch seine Transparenz, seine Dichte und seine Poesie ein interessanter Teil zu. Aber wie oft in seinen Sonaten hat sich Mendelssohn den L\u00f6wenanteil am Klavier vorbehalten.<\/p>\n<p>Zehn Jahre sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichte Mendelssohn seine <em>Sonate Nr. 1<\/em> in drei S\u00e4tzen. Das <em>Allegro vivace<\/em> ist f\u00fcr seinen gro\u00dfz\u00fcgigen Lyrismus typisch, der Mittelsatz gleicht eher einem melancholischen Scherzo als einem langsamen St\u00fcck: Es ist dies der originellste Zug des mendelssohnschen Stils. Mit dem weitausgreifenden <em>Allegro assai<\/em> schlie\u00dft das Werk auf gl\u00e4nzende Weise.<\/p>\n<p>Im Jahre 1843 erschien die <em>Sonate Nr. 2<\/em>, deren elegische oder leidenschaftliche Romantik das Eingangs-Allegro belebt. Der zweite Satz bringt ein scherzohaftes Funkeln, wie es Mendelssohn eigen ist. Das <em>Adagio<\/em> dr\u00fcckt eine naive Inbrunst im Sinne von Novalis aus. Spr\u00fchend, ungezwungen, voller Zauber und Fantasie ruft das <em>Finale<\/em> gewisse virtuose Stellen der Konzerte in Erinnerung; die treffsicheren Effekte stehen jedoch immer im Dienste eines tiefen musikalischen Gef\u00fchls.<\/p>\n<p>Das <em>Lied ohne Worte op. 109<\/em> aus dem Jahre 1845 kr\u00f6nt sowohl das Werk f\u00fcr Violoncello und Klavier als auch die Sammlungen der gleichnamigen 49 St\u00fccke, typisch deutsche Lied\u00fcbertragungen, die Mendelssohn f\u00fcr Klavier schrieb. Zarteste und innigste Eindr\u00fccke verdichtend, formen sie ein kleines musikalisches Gedicht von leuchtender Ausdruckskraft.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Pierre Hugli<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Extraits \/ Excerpts<\/strong><\/p>\n[playlist images=\"false\" ids=\"42402,42351,42357,42360,42363,42366,42369,42372,42375,42378,42381,42384,42387,42390,42393,42396,42399\"]\n","protected":false},"featured_media":42350,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false},"product_brand":[],"product_cat":[5312,5237,5231,5249],"product_tag":[],"class_list":["post-42406","product","type-product","status-publish","has-post-thumbnail","vde_composers-mendelssohn-bartholdy-felix_de","vde_interprets-looser-rolf_de","vde_interprets-meyer-brigitte_de","product_cat-aufnahmen-auf-vinyl-veroeffentlicht-de","product_cat-duette","product_cat-cello_de","product_cat-klavier_de","first","instock","taxable","shipping-taxable","product-type-simple"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/42406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42406"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=42406"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=42406"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=42406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}