{"id":42585,"date":"2010-01-10T16:23:19","date_gmt":"2024-10-10T15:35:39","guid":{"rendered":"https:\/\/vdegallo.com\/?post_type=product&#038;p=42585"},"modified":"2025-05-26T20:50:59","modified_gmt":"2025-05-26T18:50:59","slug":"mendelssohn-prelude-and-fugue-in-c-minor-op-37-organ-sonata-no-6-op-65-balbastre-premiere-suite-de-noel-guy-bovet-2","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/produit\/mendelssohn-prelude-and-fugue-in-c-minor-op-37-organ-sonata-no-6-op-65-balbastre-premiere-suite-de-noel-guy-bovet-2\/","title":{"rendered":"Mendelssohn: Prelude and Fugue in C Minor, Op. 37 &#8211; Organ Sonata No. 6, Op. 65 &#8211; Balbastre: Premi\u00e8re suite de No\u00ebl &#8211; Guy Bovet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Felix MENDELSSOHN<\/strong> Prelude and Fugue in C Minor, Op. 37, No. 1, MWV W21 : I. Prelude &#8211; Prelude and Fugue in C Minor, Op. 37, No. 1, MWV W18: II. Fugue &#8211; Organ Sonata in D Minor, Op. 65, No. 6, MWV W61: I. Choral et Variations &#8211; II. Fugue &#8211; III. Final (Andante) &#8211; <strong>Claude BALBASTRE:<\/strong> Premi\u00e8re Suite de No\u00ebls: I. Pr\u00e9lude &#8211; II. \u00c0 la venue de No\u00ebl &#8211; III. Joseph est bien mari\u00e9 &#8211; IV. O\u00f9 s&#8217;en vont ces gais bergers &#8211; V. Ah ma voisine es-tu f\u00e2ch\u00e9e? &#8211; VI. Tous les bourgeois de Ch\u00e2tres &#8211; VII. Quand J\u00e9sus naquit \u00e0 No\u00ebl.<\/p>\n<p><strong>Guy Bovet<\/strong> an der Orgel von Saint-Pierre-aux-Liens in Bulle. <a href=\"https:\/\/www.guybovet.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.guybovet.org\/<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Die Orgel von Bulle<\/strong><\/p>\n<p>Sie wurde 1814 durch den Orgelbauer Alois Mooser gebaut, der auch durch sein ber\u00fchmtes Werk f\u00fcr die Kathedrale in Fribourg bekannt ist. Die Buller Orgel wurde mehrmals umgebaut, unter anderem vor 1872, als man einige Register anf\u00fcgte, den wesentlichen Aufbau jedoch beibehielt. 1932 erfolgte eine v\u00f6llige Umgestaltung: Das Instrument wurde auf drei Klaviaturen erweitert und mit einem romantischen Schwellwerk versehen. Zwischen 1946 und 1948 wurden einige weitere, im gleichen Geist gedachte \u00c4nderungen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Eine gewichtige Anzahl der Mooser-Pfeifen hat all diese Umbauten \u00fcberlebt. Sie geh\u00f6ren den folgenden Registern an:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Hauptwerk<\/strong>: Prinzipal 16, Prinzipal 8, Fl\u00f6te 8, Gemshorn 8, Pr\u00e4stant 4, Kornett.<\/li>\n<li><strong>Positiv<\/strong>: Bourdon 8, Prinzipal 4, Fl\u00f6te 4, Fl\u00f6te 2, Terz (?).<\/li>\n<li><strong>Schwellwerk<\/strong>: Kegelfl\u00f6te 4.<\/li>\n<li><strong>Pedal<\/strong>: Subbass und Fl\u00f6te.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Vorhandensein dieser 480 Pfeifen rechtfertigte eine vertiefte Studie, die im Hinblick auf die Renovation von 1976 durchgef\u00fchrt wurde. Ziel war es, die urspr\u00fcngliche Anlage Moosers wiederherzustellen. Man st\u00fctzte sich dabei auf Dokumente in den Pfarrei-Archiven sowie auf andere, mehr oder weniger bekannte und erhaltene Mooser-Orgeln (Montorge, Riedisheim, Hauterive, Estavayer-le-Lac und Heilig-Geist in Bern).<\/p>\n<p>F\u00fcr eine detailliertere Dokumentation \u00fcber dieses Instrument und seine Renovierung wird auf die Schrift von Fran\u00e7ois Seydoux, <em>Die Orgeln von St. Peter in Fesseln zu Bulle<\/em>, verwiesen, die man durch schriftliche Bestellung bei der Pfarrei erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Der Umbau wurde von der Firma F\u00fcglister in Grimisuat (VS) durchgef\u00fchrt, die Expertise \u00fcbernahm Professor L.-F. Tagliavini vom Musikinstitut der Universit\u00e4t Fribourg. Das Werk weist nun wieder die urspr\u00fcngliche Anlage Moosers auf (2 Manuale, Pedal, mechanische Traktur und Registratur). Eine genaue Disposition findet sich hier in franz\u00f6sischen Text.<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"10\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>GO (Grand Orgue) \u2013 1er Clavier<\/th>\n<th>Positif \u2013 2e Clavier<\/th>\n<th>P\u00e9dale<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Montre 16 (depuis do\u00b3)<\/td>\n<td>Bourdon 8<\/td>\n<td>Soubasse 16<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bourdon 16<\/td>\n<td>Suavial 8 (depuis do\u00b3)<\/td>\n<td>Fl\u00fbte 8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Montre 8<\/td>\n<td>Prestant 4<\/td>\n<td>Prestant 4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bourdon 8<\/td>\n<td>Fl\u00fbte 4<\/td>\n<td>Bombarde 16<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Violfl\u00fbte 8<\/td>\n<td>Fl\u00fbte douce 4<\/td>\n<td>Bombarde 8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Prestant 4<\/td>\n<td>Flageolet 2<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Fl\u00fbte 4<\/td>\n<td>Cromorne 8<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Quinte 2 2\/3<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Doublette 2<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Fourniture 4 rangs<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Cornet 5 rangs (depuis do\u00b3)<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Trompette<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<hr \/>\n<p><strong>Die Werkwahl<\/strong><\/p>\n<p>Schweizerin, sogar Freiburgerin mit allen Eigenheiten dieses zweisprachigen Kantons, spricht die Orgel von Bulle sowohl franz\u00f6sisch als auch deutsch, wenn auch keines von beiden perfekt (wie ihr Erbauer, dessen Briefe eine fr\u00f6hliche Mischung aus Wortschatz und Satzbau darstellen). Doch sie wei\u00df sich gut genug zu helfen, um erfolgreich ihren Weg zu gehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Plattenaufnahmen haben wir Werke von Mendelssohn ausgew\u00e4hlt, denn der gro\u00dfe Komponist spielte 1822 mit Vergn\u00fcgen auf dieser Orgel, wie ein Brief aus Genf an seinen Lehrer Zelter in Berlin bezeugt. Er bedauerte nur, dass das Pedal weder das h noch das c der zweiten Oktave besa\u00df, wodurch man \u201enichts von Bach spielen\u201c konnte. Beim Umbau wurde dieser Mangel behoben, und Mendelssohns Wunsch nachtr\u00e4glich erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Das <em>Pr\u00e4ludium und die Fuge in c-Moll<\/em>, eines der sch\u00f6nsten Werke der Orgelliteratur, beginnt beschwingt und majest\u00e4tisch. In dieser wundervoll f\u00fcr die Orgel komponierten Musik sp\u00fcrt man den Einfluss Bachs. Doch w\u00e4hrend der gesamten Dauer des Pr\u00e4ludiums und \u2013 noch bemerkenswerter \u2013 der Fuge flie\u00dft die Melodie kontinuierlich weiter. Dadurch wird aus dem, was eine trockene Kontrapunkt\u00fcbung oder eine sterile Nachahmung eines um 1830 kaum noch lebendigen Stils sein k\u00f6nnte, eine Art \u201eLied ohne Worte\u201c, bei dem der Kontrapunkt nur die St\u00fctze bildet. Auch das Fugenthema selbst besitzt in seinem elegant ausgewogenen 12\/8-Rhythmus viel Schwung.<\/p>\n<p>Die <em>Sonate Nr. 6 \u00fcber den Choral \u00abUnser Vater\u00bb<\/em> ist ebenfalls ein bei Organisten sehr gesch\u00e4tztes Werk, besonders die Variationen. Nach der Vorstellung des Chorals pr\u00e4sentiert die erste Variation das Thema im Sopran \u00fcber einer ruhigen Sechzehntelbegleitung. Die zweite, lebhaftere Variation bringt ein Triolen-Motiv im Pedal hinzu, und anschlie\u00dfend wechselt das Thema in den Tenor. Schlie\u00dflich m\u00fcndet das St\u00fcck in eine Art Toccata, bei der das Thema zun\u00e4chst im Pedal, dann in den Oberstimmen zu h\u00f6ren ist. Eine kurze Erw\u00e4hnung des ersten und zweiten Choralmotivs im tutti schlie\u00dft diesen Satz, der \u00e4u\u00dferst glanzvoll ist und die beiden anderen Teile etwas in den Schatten stellt. Die Fuge, die auf dem ersten, rhythmisch ver\u00e4nderten Choralthema basiert, verbleibt in ruhigen Kl\u00e4ngen. Das Finale in Dur setzt den Fugenschluss fort, eine typisch mendelssohnsche Komposition, die man vor etwa zehn Jahren nicht zu spielen wagte, da sie als \u201es\u00fc\u00dflich\u201c galt. In Wirklichkeit ist das St\u00fcck anmutig und bietet die M\u00f6glichkeit, die romantischen Orgelregister (Gambe und Suavial) zur Geltung zu bringen.<\/p>\n<p>Im Flug durch die Kulturen und Zeiten: Die Orgel von Bulle besitzt eine ausreichende Anzahl solcher Register, die eine werkgetreue Wiedergabe der klassischen franz\u00f6sischen Musik erm\u00f6glichen, auch wenn das Cromorne vielleicht einer Vox Humana weichen muss. Wir haben die erste Suite von Balbastre gew\u00e4hlt und erg\u00e4nzen damit unsere Aufnahme der zweiten (GALLO 3086, die Orgel von Vouvry). Diese <em>No\u00ebls<\/em> sind in der Morgenr\u00f6te des 19. Jahrhunderts geschrieben, das sie deutlich ank\u00fcndigen. Sie weisen auch auf andersartige Orgeln und sogar auf das Pianoforte hin, wof\u00fcr Balbastre einige seiner Werke bearbeiten musste, als ihm das Spielen in der Kirche verboten wurde!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Extraits \/ Excerpts<\/strong><\/p>\n[playlist images=\"false\" ids=\"42581,42545,42551,42554,42557,42560,42563,42566,42569,42572,42575,42578\"]\n","protected":false},"featured_media":42544,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false},"product_brand":[],"product_cat":[5312,5269],"product_tag":[],"class_list":["post-42585","product","type-product","status-publish","has-post-thumbnail","vde_composers-balbastre-claude-benigne-de","vde_composers-mendelssohn-bartholdy-felix_de","vde_interprets-guy-bovet-de","product_cat-aufnahmen-auf-vinyl-veroeffentlicht-de","product_cat-orgel-solo","first","instock","taxable","shipping-taxable","product-type-simple"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/42585","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42585"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42544"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42585"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=42585"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=42585"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=42585"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}