{"id":43754,"date":"2024-12-06T13:28:29","date_gmt":"2024-12-06T12:30:06","guid":{"rendered":"https:\/\/vdegallo.com\/?post_type=product&#038;p=43754"},"modified":"2025-06-06T21:30:31","modified_gmt":"2025-06-06T19:30:31","slug":"mendelssohn-liaison-extraordinaire-fuer-harmonium-klavier-duo-christoph-lahme-oliver-drechsel","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/produit\/mendelssohn-liaison-extraordinaire-fuer-harmonium-klavier-duo-christoph-lahme-oliver-drechsel\/","title":{"rendered":"Mendelssohn: Liaison Extraordinaire f\u00fcr Harmonium-Klavier duo &#8211; Christoph Lahme &#8211; Oliver Drechsel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mendelssohn: Liaison Extraordinaire f\u00fcr Harmonium-Klavier duo Overture Ruy Blas, Op. 95 &#8211; The Hebrides Overture, Op. 26 &#8211; Christoph Lahme &#8211; Oliver Drechsel<\/strong><\/p>\n<p><strong>Felix MENDELSSOHN:<\/strong> Overture Ruy Blas, Op. 95, MWV P15 (Arr. for Harmonium-Klavier duo by A. Reinhard) &#8211; Organ Sonata No. 4 in B-Flat Major, Op. 65, MWV W59 (Arr. for Harmonium-Klavier duo by C. Lahme): III. Allegretto &#8211; The Hebrides Overture, Op. 26, MWV P7 &#8220;Fingal&#8217;s Cave&#8221; (Arr. for Harmonium-Klavier duo by A. Reinhard) &#8211; Piano Concerto No. 1 in G Minor, Op. 25, MWV O7 (Arr. for Harmonium-Klavier duo by A. Reinhard): II. Andante &#8211; Overture &#8220;A Midsummer Night&#8217;s Dream&#8221;, Op. 21, MWV P3 (Arr. for Harmonium-Klavier duo by A. Reinhard) &#8211; Violin Concerto in E Minor, Op. 64, MWV O14 (Arr. for Harmonium-Klavier duo by A. Reinhard): II. Andante &#8211; Herbstlied, Op. 63, No. 4, MWV J11 (Arr. for Harmonium-Klavier duo by C. Lahme) &#8211; Elias, Op. 70, MWV A25, Pt. 1 (Arr. for Harmonium-Klavier duo by C. Lahme): For He Shall Give His Angels &#8211; Symphony No. 4, Op. 90, MWV N16 (Arr. for Harmonium-Klavier duo by O. Drechsel): I. Allegro vivace.<\/p>\n<p><strong>Christoph Lahme<\/strong>, Harmonium<br \/>\n<strong>Oliver Drechsel<\/strong>, Klavier<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>\u201e[\u2026] es sind wundersch\u00f6ne Register darin, mit denen man Chor\u00e4le figurieren kann. Da erbaue ich mich denn am himmlisch str\u00f6menden Ton des Instruments \u2013 namentlich, Fanny, habe ich hier die Register gefunden, mit denen man Seb. Bachs \u201aSchm\u00fccke dich, o liebe Seele\u2018 spielen muss. Es ist, als w\u00e4ren sie dazu gemacht und es klingt so r\u00fchrend, dass mich es alle Tage wieder durchschauert, wenn ich es wieder anfange. Zu den gehenden Stimmen habe ich eine Fl\u00f6te 8 Fuss und eine ganz sanfte 4 Fuss, die nun immer \u00fcber dem Chorale schwebt \u2013 Du kennst das schon von Berlin her. Aber zum Choral ist ein Clavier da, das lauter Zungenregister hat, und da nehme ich dann eine sanfte Hoboe, ein Clairon sehr leise 4 Fuss und eine Viola, das zieht den Choral so still und durchdringend, als w\u00e4ren es ferne Menschenstimmen, die ihn aus tiefstem Herzensgrunde s\u00e4ngen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>So enthusiastisch berichtet Felix Mendelssohn Bartholdy in einem Brief an seine Schwester Fanny vom 6. Oktober 1831 \u00fcber die Zungenregister des Manuals mit der Physharmonika in St. Peter in M\u00fcnchen. Die Physharmonika ist eines der Vorl\u00e4uferinstrumente des Harmoniums, besa\u00df also durchschlagende Zungen mit dem Vorzug einer dynamischen Schattierung \u00fcber den Winddruck, auch wenn man darauf nicht wirklich expressiv wie auf dem sp\u00e4teren Harmonium spielen konnte.<\/p>\n<p>Mendelssohn hat aber auch au\u00dferhalb von Orgeln Bekanntschaft mit Vorl\u00e4uferinstrumenten des Harmoniums, sogenannten <em>Orgue expressif<\/em>, gemacht. Ob nun anl\u00e4sslich der Begegnung mit Sigismund Neukomm oder als Dauergast bei Freiherr von Bunsen: Jene fr\u00fchen <em>Orgues expressifs<\/em> haben Mendelssohn offensichtlich keinen Anreiz zu eigener kompositorischer T\u00e4tigkeit geliefert; vielleicht lag es an eher kompositorisch abschreckenden Erlebnissen wie diesem, von dem er in einem Brief vom 25. M\u00e4rz 1825 aus Paris an seine Mutter berichtet:<\/p>\n<p><em>\u201eNeukomm (er scheint sehr gut zu unterrichten) begleitete sie [die S\u00e4nger eines Stabat mater] auf der orgue expressive, einem neu-erfundenen Instrumente, in welchem ein Gambenregister steckt, das man vermittelst der B\u00e4lge anschwellen und abnehmen lassen kann. Zwischen jedem St\u00fcck der ziemlich trocknen, doch ziemlich melodiereichen Komposition, spielte er den Cantus firmus, und wollte jedesmal andre Harmonien unterlegen. Das ging nich! Es wurde immer einf\u00f6rmiger, und je gedrehter, je flacher. Am Ende war eine Fuge. Brrrr!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mendelssohns eingangs erw\u00e4hnte Freude an den Zungenregistern ist auf der vorliegenden CD mit Harmonium und Klavier, welche ein durchaus orchestrales Klanggewand in kleiner kammermusikalischer Besetzung vermittelt, in abwechslungsreichen Bearbeitungen seiner Werke umgesetzt:<\/p>\n<p>Die mitrei\u00dfende <em>Ouvert\u00fcre zu Ruy Blas<\/em>, hier in einer kongenialen Bearbeitung von August Reinhard (1831\u20131912), ist ein Gelegenheitswerk Mendelssohns, \u00fcber dessen Entstehung er in einem Brief an seine Mutter vom 18. M\u00e4rz 1839 aus Leipzig schrieb:<\/p>\n<p><em>\u201eDu willst wissen, wie es mit der Ouvert\u00fcre zugegangen ist \u2013 lustig genug; vor 6\u20138 Wochen kam die Bitte an mich f\u00fcr die Vorstellung des Theaterpensionsfonds (einer sehr guten und wohlth\u00e4tigen Anstalt hier, die zu ihrem Benefiz Victor Hugo\u2019s Ruy Blas gab) eine Ouvert\u00fcre und die in dem St\u00fcck vorkommende Romanze zu komponieren, weil man sich davon eine bessere Einnahme versprach wenn mein Name auf dem Titel st\u00e4nde. Ich las das St\u00fcck, das so niedertr\u00e4chtig unter jeder W\u00fcrde ist wie man\u2019s gar nicht glauben kann, und sagte zu einer Ouvert\u00fcre h\u00e4tte ich keine Zeit, und komponierte ihnen die Romanze. Montag (heut vor 8 Tagen) sollte die Vorstellung sein; Dienstag kommen die Leute nun, bedanken sich h\u00f6flich f\u00fcr die Romanze, und sagen, es w\u00e4re so schlimm, dass ich keine Ouvert\u00fcre geschrieben h\u00e4tte, aber sie s\u00e4hen sehr wohl ein, dass man zu einem solchen Werk Zeit brauche, und im n\u00e4chsten Jahre, wenn sie d\u00fcrften, wollten sie mir\u2019s l\u00e4nger vorher sagen. Dieses wurmte mich; C\u00e9cile hatte sich erk\u00e4ltet und lag abends um 9 und schlief, da \u00fcberlegte ich mir die Sache, fing meine Partitur an; Mittwoch war den ganzen Morgen Konzertprobe, Donnerstag Konzert, und Freitag fr\u00fch war die ganze Ouvert\u00fcre beim Abschreiber, wurde Montag erst im Konzertsaal 3-mal dann einmal im Theater probiert, abends zu dem infamen St\u00fcck gespielt, und hat mir einen so gro\u00dfen Spa\u00df gemacht, wie nicht bald eine von meinen Sachen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In Christoph Lahmes Arrangement des <em>Allegrettos<\/em> aus der 4. Orgelsonate op. 65 dominiert das Harmonium mit einem Dialog zwischen Melodie in Sopran- und Tenorlage, beide Stimmen umgarnen sich. Es hat von seiner Anlage starke \u00c4hnlichkeit mit dem f\u00fcr Klavier solo komponierten \u201eDuett\u201c, dem <em>Lied ohne Worte<\/em> op. 38\/6. Ein weiteres <em>\u201eDuett ohne Worte\u201c<\/em> aus dem Jahre 1836 war Grundlage f\u00fcr das <em>Herbstlied<\/em> op. 63\/4, 1844 arbeitete Mendelssohn es f\u00fcr zwei Singstimmen mit Klavierbegleitung auf einen Text von Karl Klingemann um. F\u00fcr den Musikwissenschaftler R. Larry Todd ist diese Komposition <em>\u201eein faszinierender Beleg f\u00fcr Fannys Behauptung, dass sich die Geschwister als Kinder den \u201aSpa\u00df\u2018 gemacht hatten, \u201adeinen Spielliedern Worte zu unterlegen.\u2018\u201c<\/em> In der von Christoph Lahme vorgenommenen R\u00fcckf\u00fchrung auf die instrumentale Ebene \u00fcbernimmt das Harmonium beide Singstimmen, die Oberstimme der Bariton, die Unterstimme der Basson.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Christoph Lahme \/ Oliver Drechsel, ao\u00fbt 2024<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vdegallo.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/CD-1721-Booklet.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Booklet CD-1721.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Extraits \/ Excerpts<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n[playlist images=\"false\" ids=\"43750,43723,43729,43732,43735,43738,43741,43744,43747\"]\n","protected":false},"featured_media":43716,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false},"product_brand":[],"product_cat":[5245,5237,5257,5277,5249],"product_tag":[],"class_list":["post-43754","product","type-product","status-publish","has-post-thumbnail","vde_composers-mendelssohn-bartholdy-felix_de","vde_interprets-drechsel-oliver_de","vde_interprets-lahme-christoph_de","product_cat-neuheiten","product_cat-duette","product_cat-tastaturen","product_cat-harmonium-de","product_cat-klavier_de","first","instock","taxable","shipping-taxable","purchasable","product-type-simple"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/43754","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43754"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/43716"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43754"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=43754"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=43754"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vdegallo.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=43754"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}