Ottocento: Scheidler - Vanhal - Dimitri Ashkenazy - Jean-Paul Greub

OTTOCENTO : SCHEIDLER – VANHAL – KÜFFNER – KRÄHMER – DIMITRI ASHKENAZY, CLARINET – JEAN-PAUL GREUB, GUITAR

GALLO CD-1520

Christian Gottlieb SCHEIDLER : Sonata in D Major, Op. 21: I. Allegro – Sonata in D Major, Op. 21: II. Romance – Sonata in D Major, Op. 21: III. Rondo – Friedrich BURGMÜLLER : 3 Nocturnes: I. Andantino – 3 Nocturnes: II. Adagio cantabile – 3 Nocturnes: III. Allegro moderato – Johann Baptist VANHAL : 6 Variations on „Nel cor più non mi sento“, Op. 42: I. Andantino – Thema – II. Variation No. 1 – III. Variation No. 2 – IV. Variation No. 3 – V. variation No. 4 – VI. Variation No. 5 – VII. Variation No. 6 – Allegretto – Joseph KÜFFNER : Serenade in C Major, Op. 44: I. Duetto – Andante – Serenade in C Major, Op. 44: II. Menuetto – Allegretto – Serenade in C Major, Op. 44: III. Rondo – Moderato – Ernest KRÄHMER : Introduction & Variations on a Original Theme, Op. 32: I. Introduction – Andante sostenuto – II. Thema – Allegretto – III. Variation No. 1 – IV. Variation No. 2 – V. Variation no. 3 – VI. Variation No. 4 – VII. Variation No. 5 – VIII. Variation No. 6 – IX. Variation No. 7 – Allegro brillante – X. Variation No. 8.

Dimitri Ashkenazy, Klarinette – Jean-Paul Greub, Gitarre.

 

Obwohl es erste Hinweise zu Duos mit Klarinette und Gitarre bereits Ende des 18. Jahrhunderts gibt, ist diese Instrumentenkombination nicht so häufig anzutreffen wie die von Flöte und Gitarre oder Violine und Gitarre. Dimitri Ashkenazy und Jean-Paul Greub begannen 2001 damit, das bereits existierende Originalrepertoire für das Duo zu recherchieren, Bearbeitungen dafür einzurichten und auch neue Werke zu suchen bzw. zu bestellen. Die bieden Musiker sind in der Schweiz, in Russland und in Deutschland gemeinsam aufgetreten und haben dabei auch schon mehrere Uraufführungen gegeben (z.B. “Nostalgic Suite” und das Sextett für Klarinette, GItarre und Streichquartett von N.A.Morozov – letzteres mit dem Collegium String Quartet Kiev).

Die Bearbeitung von Kammerwerken für verschiedene Instrumente ist während der Epoche der sogenannten Salonmusik gang und gäbe. Der Unterhaltungsfaktor ist dabei nicht zu unterschätzen. Werke werden oft mit eventuellen späteren Arrangements im Hinterkopf geschrieben. Die freie Wahl der Instrumente trägt viel dazu bei, Stücken zu grösserer Beliebtheit zu verhelfen. Das hier präsentierte Repertoire ist in diesem Sinne das Resultat eines legitimen Schaffens.
Die damaligen Musiker, komponierende Instrumentalisten bzw. spielende Komponisten, buhlen mit ihrer Virtuosität, ihrem Charme und ihrem Einfallsreichtum um die Gunst eines sich aus Adel und Bürgertum zusammenstellenden Publikums. Das Klavier ist mit Sicherheit zu einem der Hauptinstrumente geworden, doch auch die Gitarre hat einen hohen Stellenwert. Sie ist leicht zu transportieren und ein geeignetes Begleitinstrument für Solisten, und bekommt so einen Ehrenplatz in den Salons. Die Klarinette gewinnt ebenfalls an Bedeutung in dieser Zeit: Seit etwa 1750 ist sie immer wieder im Orchester anzutreffen, und dann erhebt sie Mozart mit seinen Meisterwerken in den Adelsstand. So gesehen ist sie in der Salonmusik nicht fehl am Platz. Gewisse Gattungen setzen sich durch: Rondos, Romanzen, Serenaden, Nocturnes, Fantasien oder Variationen, letztere oft über Themen aus beliebten und bekannten Opern der Zeit. Diese Anreicherung formt eine wichtige Brücke zwischen dem Barock und der Klassik und Romantik.

CHF 23.90

Kommentare anzeigen