Extraits / Excerpts
Werke für Gitarre, Vol. 2 - Dominique Phillot
Dominique PHILLOT: Antin’s Funny Dance – Clear Source – De glace et d’eau – Two Times Five Tones – Abstraction – Viva Leovigildo – Hiver obscur – Another Kind of Path – Über Bachs Name – Dream – Elégie – Berimbau.
Dominique Phillot, Gitarre
Dominique Phillot ist ein Schweizer Gitarrist und Komponist. Er besitzt ein Konzertdiplom des Instituts de Ribaupierre (Lausanne, Schweiz) und hat sich in Spanien bei Jorge Cardoso und José Tomás weitergebildet. Er hat in rund zwanzig Ländern Konzerte gegeben, bei denen er das spanische und iberoamerikanische Repertoire sowie Werke zeitgenössischer Schweizer Komponisten interpretierte. Im Bereich der improvisierten Musik hat er die Projekte „Route de la Soie“ und „Transatlantic Path“ entwickelt.
Dominique Phillot leitete bedeutende Gitarrenfestivals in der Schweiz, in Portugal und in Spanien. Derzeit ist er Mitleiter des Internationalen Gitarrenfestivals von Río Negro in Argentinien.
Er hat fünf Alben aufgenommen und rund dreißig Kompositionen für Gitarre geschrieben. Im Jahr 2027 wird er sein Konzert für Gitarre und Orchester uraufführen.
Im Jahr 2025 komponierte er zudem eine „Fantasie für Gitarrenorchester“.
Seit 2020, nach der Veröffentlichung der CD „Œuvres pour guitare“, ist er vorwiegend als Komponist tätig. Die CD wurde von Persönlichkeiten aus der Welt der Gitarre wie Jorge Cardoso, Eduardo Martín, Christoph Jäggin, Ahmed Dickinson und Lucio Núñez positiv aufgenommen.
Ab 2022 hat er die Gelegenheit, seine Kompositionen an der Nationaluniversität von Costa Rica, am Prager Konservatorium, beim Maria-Luisa-Anido-Festival in Buenos Aires und beim zweiten Gitarrenfestival von Río Negro vorzustellen. Weitere Projekte sind in der Schweiz, den USA, Argentinien und Kuba geplant.
Präsentation der Werke
Antin’s Funny Dance • Tonale Komposition, die auf einer Folge pentatonischer Tonleitern basiert und durch Jazzakkorde gegliedert wird. Der Mittelteil ist ruhiger und dissonanter.
Clear Source • Ein Stück, das auf dem alten französischen Lied À la claire fontaine basiert. Für dieses Werk habe ich die Spektraltechnik verwendet.
De glace et d’eau • Tonales Stück in drei Teilen: Arpeggien, Toccata und Akkordfolgen.
Two Times Five Tones • Komposition auf der Grundlage bipentatonischer Tonleitern. Der zweite Teil ist nach Art eines gregorianischen Gesangs gestaltet.
Abstraction • Abstraktes, atonales Stück: kurze dissonante Phrasen, die durch konsonante Akkorde gegliedert werden. Das Werk ist vom integralen Serialismus der 1950er- und 1960er-Jahre inspiriert.
Viva Leovigildo • Eine Hommage an Leo Brouwer, einen bedeutenden Komponisten für die moderne Gitarre. Das Stück besteht aus drei Teilen: einer schnellen Toccata, einem romantischen Arioso und einer Folge von Arpeggien in iberoamerikanischer Atmosphäre.
Dunkler Winter • Nach einer Einleitung mit Akkorden, die aus einer indischen Tonleiter hervorgehen, entwickelt sich das Stück zu einem Arpeggienteil um die Töne E, Fis, G, Fis und G.
Another Kind of Path • Spektrale Komposition, in der modale Melodien und grosse Jazzakkorde einander abwechseln.
Über Bachs Namen • Die Buchstaben des Namens J. S. Bach entsprechen den Tönen B–A–C–H. Wie beispielsweise Franz Liszt und andere Komponisten habe ich ein ungestümes Stück geschrieben, das auf diesen vier Tönen basiert.
Dream • Ein sehr ruhiges atonales Stück, das ebenfalls vom integralen Serialismus inspiriert ist (Boulez, Stockhausen, Nono oder Babbitt).
Elegie • Dissonantes Stück auf der Grundlage einer Zwölftonreihe, die mit einer zunehmend dichten harmonischen Begleitung wiederholt wird.
Berimbau • Der Titel bezieht sich auf ein ursprünglich aus Afrika stammendes Instrument, das von der indigenen Bevölkerung Brasiliens verwendet wird. Der erste Teil und das Finale sind ungestüm, während der lyrische Mittelteil die Form eines Liedes annimmt.
Dominique Phillot
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