Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung - Marc Fitze, Orgel-Celesta

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Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung - Marc Fitze, Orgel-Celesta

GALLO CD-1777

Modest MUSSORGSKY: Bilder einer Ausstellung: Promenade – Allegro giusto, nel modo russico; senza allegrezza – I. Gnomus – Promenade – Moderato commodo assai con delicatezza – II. Il vecchio Castello – Promenade – Moderato non tanto, pesamente – III. Tuileries. Dispute d’enfants après jeux – IV. Bydlo – Promenade – Tranquillo – V. Ballet des poussins dans leur coque – VI. Samuel Goldenberg et Schmuyle – VII. Limoges. Le Marché – VIII. Catacombae. Sepulcrum romanum – Cum mortuis in lingua mortua – IX. La cabane sur des pattes de poules. Baba-Yaga – X. La grande porte de Kiev – Pyotr Iliych THAIKOVSKY: The Nutcracker Suite, Op. 71a, TH 35: IIb. Danses caractéristiques. Danse de la Fée Dragée – Paul JUON: Berceuse, Op. 1, No. 5 (Arr. for Harmonium by Karg-Elert) – Idylle “Pan et la Syrinx”, Op. 18 No. 2 (Arr. for Harmonium by Karg-Elert) – Élégie “Napaïe en profonde affliction”, Op. 18, No. 6 (Arr. for Harmonium by Karg-Elert) – Rêverie “Oreade songeuse”, Op. 18, No. 3 (Arr. for Harmonium by Karg-Elert) – Duettino, Op. 1, No. 4 (Arr. for Harmonium by Karg-Elert).

Marc Fitze, Orgel-Celesta.

https://www.marcfitze.com/


Die Bearbeitungen

Kaum ein anderes musikalisches Werk hat so viele Bearbeitungen erfahren wie Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“. Bereits in seiner ersten posthumen Veröffentlichung von 1886, herausgegeben von Rimski-Korsakow, erscheint das Werk in überarbeiteter Form. Selbst die späteren Faksimile-Ausgaben des Manuskripts von 1874 konnten nicht verhindern, dass der Kontrast zwischen der Monumentalität von Mussorgskys Klangvisionen und der relativen Schlichtheit seines Klaviersatzes Pianisten (unter anderem Wladimir Horowitz und Arcadi Volodos) zu virtuosen Erweiterungen und Dirigenten zu farbenreichen Orchestrierungen inspirierte. Unter den zahlreichen Orchesterbearbeitungen – von Michail Tuschmalow (1889), Henry Wood (1915), Leopold Stokowski (1939), Sergei Gortschakow (1954) oder Dmitri Ashkenazy (1982) – bleibt jene von Maurice Ravel aus dem Jahr 1922 die bedeutendste. Sie verschaffte Mussorgskys Werk internationale Bekanntheit und prägte nachhaltig alle späteren Orchesterfassungen. Man könnte daher sagen, dass das Originalmanuskript geradezu natürlich nach einer Bearbeitung verlangt.


Orgel-Celesta

Marc Fitzes Bearbeitung für Harmonium-Celesta steht zwischen der ursprünglichen Klavierfassung und den Orchestrierungen. Dass sich Mussorgskys Partitur auf dem Harmonium so wirkungsvoll darstellen lässt, liegt im Wesen dieses Instruments selbst, das eigens dazu geschaffen wurde, das Klavier um orchestrale Farbigkeit und die expressive Dynamik eines Orchesters zu bereichern. Die zahlreichen Duos für Klavier und Harmonium sowie die hybriden Instrumente, die beide Mechaniken vereinen, gehören zu einer pianistisch-symphonischen Tradition: von der Physharmonika, die unter die Klaviatur des Klaviers geschoben wurde, über Franz Liszts mehrmanualiges Piano-Orgue bis hin zum höchst verfeinerten Klang des 1888 von Victor Mustel patentierten Orgel-Celesta. Dieses Instrument ermöglicht dank der Verbindung des dynamischen Anschlags der Celesta mit der für das Harmonium typischen Luftmodulation einen bemerkenswerten Reichtum an symphonischen Klangeffekten.

Das für diese Aufnahme verwendete Orgel-Celesta Nr. 484-37 ist das dritte Instrument, das Mustel 1889 unmittelbar nach der Patenterteilung baute. Es zeichnet sich durch die Broadwood-Mechanik der Celesta aus, die eine große interpretatorische Feinheit ermöglicht, sowie durch die besonders kraftvolle und zugleich samtige Intonation der Register des Harmoniums.


Marc Fitze gehört zu den international präsentesten Organisten seiner Generation. Als regelmäßiger Gast der großen Orgelzentren in Europa, Russland, Japan und auf dem amerikanischen Doppelkontinent ist er Vizepräsident der Association Jehan Alain und damit Nachfolger von Marie-Claire Alain. Als anerkannter Spezialist unterrichtet er Orgel am Konservatorium Bern sowie Orgelbau an der Hochschule der Künste Bern. Ausgebildet bei Guy Bovet in Basel und Yuko Hayashi in Boston, setzte er seine Studien bei Luigi Fernando Tagliavini, Marie-Claire Alain, William Porter, Peter Planyavsky, Joris Verdin und Jean Boyer fort. Darüber hinaus ist er ein anerkannter Harmoniumspieler, Sammler historischer Tasteninstrumente sowie Autor von Orgelwerken und musikpädagogischen Schriften.


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